Kompetenz gezielt ausbauen

Die wahren erfolgsbringenden Fähigkeiten erkennen, fokussiert entwickeln und sinnvoll ergänzen.

Eine Kern-Kompetenz ist eine einzigartige Eigenschaft die eine Firma zum Beispiel von ihren Gründern erhält oder später entwickelt und die sich von Mitbewerbern nicht einfach kopieren lässt. Kern-Kompetenzen geben einer Firma einen oder auch mehrere Wettbewerbsvorteile in der Erschaffung und Bereitstellung eines Mehrwertes für Kunden im gewählten Geschäftsfeld.

In anderen Worten: Werden Kern-Kompetenzen nicht gepflegt und weiterentwickelt, kann sich eine Firma am Markt nicht länger profilieren oder differenzieren, so bringt eine Firma ihre Marktposition eher früher als später in Gefahr.

Kern-Kompetenzen werden eher in einem Prozess kontinuierlicher Verbesserung langsam weiterentwickelt und verfeinert, als durch einen plötzlichen großen Wandel verfügbar. Das Management muss erkennen, dass Schlüsselpersonen als Träger dieser Kern-Kompetenzen ein wichtiges Investment oder Anlage-Kapital darstellen.

Die Ausbildung von Kern-Kompetenzen kann nur im Rahmen einer strategischen Management-Entscheidung erfolgen und benötigt die Implementierung in die Unternehmens-Struktur.

Im täglichen Wettstreit um Kostenreduktion, Qualitätsverbesserung und Produktionssteigerung bleibt wenig Zeit für Führungskräfte die Zukunft des Unternehmens von übergeordneter Sicht aus zu planen, denn diese Aufgabe verlangt ein hohes Maß an geistiger Energie und Hingabe (Zeit). Die Bearbeitung dieser schwierigen Fragen geht unter Umständen an die Grenzen der eigenen Weitsicht, aber alleine der Versuch Antworten zu finden kann bereits Verbesserungen in der eigenen Organisation auslösen. Die Identifikation und der gezielte Ausbau der eigenen Kern-Kompetenz ist ein wichtiger Bestandteil der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

In der Produktentwicklung denkt man bei Kern-Kompetenzen gerne an technisches Wissen, doch die Betrachtung von Kern-Kompetenzen kann auf eine verallgemeinerte Ebene gehoben werden. Christensen spricht von „Fähigkeiten“ (capabilities) und schließt auch Ressourcen, Prozesse und Prioritäten ein. Und das bringt uns wieder zurück zur eingangs erwähnten „einzigartigen Eigenschaft“, deren Vermarktung letztendlich die Marktposition eines Unternehmens festigt.