Wie entsteht Innovation?

Innovation fällt in der Regel nicht vom Himmel, sondern ist zumeist mit harter Arbeit verbunden. Setzt man den Hebel am Bedarf an, so wäre es wohl am einfachsten potenzielle Kunden nach ihren Bedürfnissen zu fragen. Die Limitationen dieser geradlinigen und scheinbar logischen Vorgehensweise hat Henry Ford in folgendem Satz zusammengefasst:

„Hätte ich meine Kunden gefragt was sie wollen,
so hätten sie geantwortet: Ein schnelleres Pferd!“

Es müssen also wenigstens zwei Dinge zusammen kommen: Das Wissen um die Bedürfnisse der Kunden und das Wissen um eine etwaige Vielfalt verfügbarer Möglichkeiten diese zu befriedigen. Kennt man also eine Möglichkeit, die gegenüber bereits bekannten Möglichkeiten vorteilhaft ist, so hat man eine reale Chance, eine Innovation zu erschaffen.

Kundennähe ist das Schlüsselwort.

Was wissen Sie über ihre Kunden? Verstehen Sie zum Beispiel das Geschäftsmodell, Abläufe in Vertrieb und Service, mögliche Risiken, Aufwände in Zeit und Ressourcen, Erwartungen der Verbraucher, rechtliche Auflagen, Verpflichtungen gegenüber Organisationen, Entscheidungsprozesse, Ärgernisse, Wünsche und Bedürfnisse, …?

"Der Kunde muss Teil des Innovationsprozesses werden -
bewusst oder unbewusst, direkt oder indirekt."

Über Kundenbedürfnisse hinaus können Markt-politische Trends und regulatorische Einflüsse eine Rolle spielen. Aus der Kenntniss aller zugänglicher Informationen können mittels kreativer Methoden Ideen und Ansätze gefunden werden, die anhand von Kriterien bewertet, gegebenenfalls reduziert und mit kalkuliertem Aufwand weiter verifiziert werden. Am Ende steht eine Management-Entscheidung ein zuvor kalkuliertes Risiko einzugehen und in ein Produkt-Entwicklungs-Projekt zu investieren.