Der Innovations-Prozess

Ein wachstumsorientiertes Unternehmen braucht einen kontinuierlich arbeitenden Innovations-Prozess. Dieser Prozess schließt sowohl innere wie auch äußere Vorgänge zusammen. Idealerweise erschließt die vorhandene Kundennähe die Bedürfnisse der Kunden und gewichtet diese gleichzeitig mit der Bereitschaft, für dieses Bedürfnis auch Geld auszugeben. Die bewerteten Aussagen der Kunden im Einklang mit den technischen oder organisatorischen Fertigkeiten des Unternehmens, sowie weiterer Informationen aus Machbarkeitsstudien, Risikoanalysen, Businessplänen, etc. führt zu einem Produktvorschlag, dessen Akzeptanz in einem Kreis selektierter Kunden geprüft werden sollte. Positive Resonanz und die notwendige unternehmerische Unterstützung leiten die eigentliche technische Produktentwicklung ein.

Kundennähe ist nicht leicht zu erreichen. Zielesetzung, Interesse und Wissenshintergrund der beteiligten Personen spielen entscheidende Rollen, wenn es darum geht, gehaltvolle Information über Bedürfnisse und Wünsche der Kunden in Erfahrung zu bringen und diese mit zur Verfügung stehen Lösungs-Optionen zu verbinden. Dieser Prozess zur Ergründung der "Market Needs" muss sorgfältig eingerichtet werden.    

Schaubild Innovationsprozess

Es gehört zu den Aufgaben des Managements, im Einklang mit dem Produkt-Fahrplan (Product Roadmap) auch einen Technologie-Fahrplan (Technology Roadmap) zu entwickeln, in der verfügbare Kompetenz und Komponenten gewürzt mit aussichtsreichen neuen Technologien, Optionen für zukünftige Innovation aufzeigen (Thema: Technologie-Radar). Qualität und Zeit bis zur Verfügbarkeit (Time to Market) hängen direkt mit dem Wissensstand der beteiligten Personen zusammen. Ein interessanter Aspekt ist in der obigen Abbildung angedeutet: Der Innovations-Prozess ist ein Gefüge von sich wiederholenden Abläufen. In der Literatur wird oft ein linearer Ablauf mit einem Anfang und einem Ende dargestellt, eine Sichtweise die eigentlich einer zeitlich abgegrenzten Aktivität, einem Projekt, zugeschrieben wird.   

Innovative Produkt-Entwicklung wird immer wieder neu beschrieben, aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, und optimiert. Und das ist gut so. Wir leben nicht in einer statischen Welt und so gibt es keine ultimative Lösung die jedem und allem gerecht wird. Erfahrung und bewährte Modelle dienen als Ausgangspunkt und werden individuell zugeschnitten. Ein bewährter Ausgangspunkt für ein Prozessmodell basiert auf dem Stage-Gate-Modell, das von Robert G. Cooper entwickelt wurde, um Innovations- und Entwicklungsprozesse maßgeblich zu optimieren. Das Modell verfolgt hierbei eine Reihe von Zielsetzungen:

  • Qualitätsverbesserung der Prozessdurchführung
  • Schärfere Fokussierung und bessere Prioritätssetzung
  • Parallele Prozessabwicklung mit hohem Tempo
  • Einsatz eines bereichsübergreifenden Teams
  • Expliziter Einbezug von Marktorientierung und Marktbeurteilung
  • Detaillierte Informationsgewinnung und Prognosen im Entwicklungsvorfeld
  • Kreieren von Produkten mit Wettbewerbsvorteilen

Wie für alle Prozesse im Unternehmen gilt auch hier: Die individuelle Definition, stetige Weiterentwicklung sowie Verfeinerung dieses Prozesses sind ein Grundstein des Erfolges.

Quelle und weitere Informationen: u.a. Wikipedia; http://www.stage-gate.com/